Ehrengrab erinnert an Paul Servais

Der Verein „Ehranger Heimat“ hat sein Ziel erreicht, die Grabstätte der Familie Servais der Nachwelt zu erhalten: Nachdem ader Stadtrat das Denkmal auf Antrag des Ehranger Ortsvorstehers Günther Merzkirch zum Ehrengrab ernannt hatte und umfangreiche Restaurierungsarbeiten in Angriff genommen wurden, versammelten sich die Vereinsmitglieder zum Abschluss des Projekts zu einer Gedenkfeier auf dem Waldfriedhof. In seiner Ansprache erinnerte Vorsitzender Horst Orth an die Industriellenfamilie Servais. Im April 1878 habe Paul Servais (1848-1908) die Tonwarenfabrik Lamberty, Servais & Co. gegründet, die zunächst einfarbige Tonplatten und später gemusterte Boden- und Mosaikfliesen sowie glasierte Wandplatten produzierte. 1902 seien durch die Fusion weiterer Niederlassungen die „Vereinigten Servais-Werke AG Ehrang-Witterschlick“ entstanden.

In die Geschichte der Gemeinde Ehrang ging Paul Servais als großer Wohltäter ein. Seine Familie leistete unter anderem bei der Innenausstattung der Pfarrkirche St. Peter (1878/79) unschätzbare Dienste. 1969 wurde die ehemalige Pfalzeler Straße in Servaisstraße umbenannt. Nach der Eingemeindung Ehrangs kümmerte sich lange Zeit niemand um die Grabpflege. Um das zu ändern, wurde die Stadt gebeten, die Ruhe- in eine Ehrengrabstätte umzuwandeln. Jetzt ist sie für Erhalt und Pflege der Anlage zuständig. Das Grab, in dem neben Paul Servais drei weitere Familienmitglieder beigesetzt sind, ist bereits restauriert. Neben dem Ehranger Heimatverein waren ein ABM-Team sowie Grünflächen-, Stadtplanungs- und Denkmalpflegeamt beteiligt. Unter anderem mussten Einfriedungsfundament, Treppenstufen und Geländer erneuert oder instand gesetzt werden. An den Kosten beteiligten sich auch Enkel und Urenkel von Paul Servais.

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